L-Tyrosin – unterstützen Sie Ihre mentale Power

Kurzinfo L-Tyrosin

L-Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure. Sie wird genutzt, um Noradrenalin und Dopamin zu produzieren. Besonders soll sie bei Stress helfen und dazu neigen den Noradrenalinspiegel zu senken. Außerdem soll Tyrosin stressbedingte Gedächtnislücken vorbeugen.

Was genau ist L-Tyrosin?

In seiner natürlichen Form ist das Tyrosin ( kurz Y oder Tyr ) eine aromatische, nicht essentielle Aminosäure, welche von Justus von Liebig im Jahre 1846 das erste Mal erwähnt wurde. Essentiell bedeutet, dass der Körper diese auch selbstständig durch die essentielle Aminosäure Phenylalanin herstellen kann. Logischerweise muss aus diesem Grund, ausreichend Phenylalanin im Körper vorhanden sein.

Sie kommt in den meisten Proteinen vor, ist also proteinogen und in besonders großen Mengen im Casein vorzufinden.
Abhängig vom ph-Wert kann L-Tyrosin als inneres Salz vorkommen.

L-Tyrosin Lebensmittel?

L-Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure. Dies bedeutet, der Körper kann normalerweise Tyrosin selbst herstellen. Dies erreicht er mit Hilfe einer anderen Aminosäure Phenylalanin.

Selbstverständlich ist L-Tyrosin auch in Lebensmitteln vorhanden.
Hier eine kleine Übersicht, in welchen Lebensmitteln wie viel Tyrosin enthalten ist:

  • rohes Schweinefleisch = 797 mg Tyrosin
  • rohes Hähnchenbrustfilet = 765 mg Tyrosin
  • roher Lachs = 759 mg Tyrosin
  • getrocknete Erbsen = 711 mg Tyrosin
  • getrocknete Sojabohnen = 1539 mg Tyrosin
  • Hühnerei = 499 mg Tyrosin
  • Kuhmilch = 158 mg Tyrosin
  • Weizenmehl = 312 mg Tyrosin
  • Kürbiskerne = 1093 mg Tyrosin
  • Walnüsse = 409 mg Tyrosin
  • ungeschälter Reis = 298 mg Tyrosin
  • Weizenmehl = 312 mg Tyrosin

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Summenformel und chemischer Name von L-Tyrosin:

  • C9H11NO3L-Tyrosin
  • L(–)-β-(p-Hydroxyphenyl)-α-aminopropionsäure

L-Tyrosin Wirkung

Zunächst ein kurzer Überblick der Wirkungen von L-Tyrosin

  • erzeugt körperliche und geistige Wachheit bzw. Aufmerksamkeit
  • sorgt für steigende Vitalität
  • hilft bei Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen
  • beugt Reizbarkeit vor und erleichtert die Entwöhung von Rauchen, Alkohol usw.

Tyrosin hat einige positive Wirkungen auf den Körper. Kleinere Studien zeigen, dass Tyrosin als Nahrungsergänzungsmittel bei Personen mit Schlafstörungen oder starkem Stress gegen Müdigkeit helfen soll. Darüber hinaus soll das Erinnerungsvermögen als auch die geistige Funktion verbessert werden.

Besonders wegen der geistigen und körperliche Wachheit wird Tyrosin sehr gerne von Sportlern eingenommen, um ihre Leistung zu steigern.

Gerade in Stresssituationen soll es möglich sein, die mentale Stärke durch Tyrosin zu verbessern. Eine Studie, die auf die Folgen von Tyrosin auf die mentale Stärke geachtet hat, kam zu dem Ergebnis, dass die Aminosäure Auswirkungen von Stress und Müdigkeit auf die mentale Stärke verringern kann.

Es soll zudem bei ADHS helfen, allerdings ist die Wirkung hierbei temporär. Mehr dazu hier.

Tyrosin fördert die Konzentration und das Denkvermögen. Es sorgt für klare Gedanken, mehr Kreativität und dient teilweise zur Unterstützung der Lebensfreude.

Es erhöht die Produktion von:

  • Dopamin
  • Melatonin
  • Betaendorphin
  • Noradrenalin

Darüber hinaus ist Tyrosin auch unter anderem Ausgangsstoff für andere Stoffe. Zu diesen gehören auch:

  • Schilddrüsenhormone: L-Triiodthyronin (T3)und L-Thyroxin (T4)
  • Adrenalin und Noradrenalin
  • das biogene Amin Tyramin
  • Melanin
  • Thyroxin
  • Trijodthhyronin

Wie schon angesprochen ist Tyrosin auch für die Schilddrüsenhormone verantwortlich. Diese wiederum sind zuständig um die Energiebilanz auszugleichen. Wenn der Körper mehr Schilddrüsenhormone ausschüttet wird auch der Stoffwechsel erhöht.

Weitere Vorteile von L-Tyrosin

Einige Studien haben bewiesen, dass Tyrosin hilfreich sein kann, sollte man sich in einer Stresssituation befinden oder anderen stressreichen Situdationen, da durch Tyrosin die Stress Hormon Level reduziert werden. Darüber hinaus konnte man zumindest anhand von Tierstudien beobachten, dass Tyrosin sogar beim Gewichtsverlust helfen kann.

Auch die geistige als auch die körperliche Leistungsfähigkeit wird gestärkt, wie man anhand von Studien feststellen konnte.

Bei Heißhungerattacken hemmt es die Lust auf Süßes und Kohlenhydrate. L-Tyrosin ist außerdem Baustein der Schilddrüsenhormone. Im medizinischem Bereich wird der Stoff auch als mildes Antidepressivum eingesetzt. Sportler verwenden es als Nahrungszusatz und Ergänzungsmittel, da es beim Museklaufbau hilft.

Einige Sportler berichten davon, dass die Einnahme vor dem Training oder Wettkampf zu einer besseren Leistungsbereitschaft bzw. Konzentrationsfähigkeit geholfen hat. Daher hilft diese Aminosäure nicht nur Sportlern, sondern allgemein Leuten, die ihre Konzentration für eine gewissen Zeit hoch halten müssen.

Andere Menschen, die diese Aminosäure zum Abnehmen ausprobiert haben, berichten davon, dass sie wie ein Appetithemmer wirkt. Dabei sollte man die Kapseln direkt nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück einnehmen.
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Was ist Melatonin?

Melatonin regelt die innere, biologische Uhr des Menschen. Das Hormon sorgt für Ausgeglichenheit des Körpers und sorgt für einen ruhigen Schlaf.

Was ist Dopamin?

Dopamin ist ein biogenes Amin. Es gilt im Volksmund auch als Glückshormon. Ebenfalls ist Dopamin ein Bestandteil von Adrenalin. Das Dopamin wirkt zum einen motivierend und zum anderen antriebssteigernd.

Was ist Noradrenalin?

Ist ebenfalls ein Hormon im menschlichen Körper, wird im Nebennierenmark produziert. Es ist mit dem Adrenalin verwandt. Durch das Hormon Noradrenalin wird das  Herz-Kreislaufsystem angeregt.

Was sind Beta-endorphine?

Betaendorphine wirkend schmerzlindernd und macht den Menschen unempfindlicher gegen Stress. Außerdem sagt man dass die Euphorie ebenfalls durch die Endorphine entsteht.

Was ist Melanin?

Melanin ist ein Pigment, welches unter anderem zuständig ist für die Farbe der Haare und der Haut.

L-Tyrosin bei ADHS

Auch wenn die genauen Ursachen für ADHS noch nicht bekannt sind, vermuten Wissenschaftler, dass es mit der Menge von Dopamin im Gehirn zusammenhängt. L-Tyrosin ist, wie bereits erwähnt, der Ausgangsstoff von Dopamin. Einige Studien haben sich darauf konzentriert die Wirkung von Tyrosin im Zusammenhang auf ADHS zu erforschen. Es sind immer noch mehr Studien von Nöten, um genauere Aussagen zu treffen, doch ist es durchaus möglich, dass Tyrosin bei der Linderung helfen kann.

Menschen die unter ADHS leiden haben eine Sache gemeinsam: ihre Gehirne weisen eine deutlich geringere Dopaminaktivität auf, als jene, die nicht unter ADHS leiden. Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob dies damit zusammenhängt, dass sie weniger Dopamin-Rezeptoren besitzen, es an defekten Dopamin Rezeptoren liegt oder es doch ein anderer Grund ist.

In den frühen 1980er Jahren wurde vermutete man ebenfalls, dass ADHS mit einem zu niedrigen Tyrosinwert zusammenhängt

Tyrosin – Studien

Eine doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie mit 20 US Soldaten weist darauf hin, dass Tyrosin die mentale Aufmerksamkeit bei Schlafmangel steigern kann. In jener Studie sollten die Teilnehmer eine Nacht ohne Schlaf aushalten. Am nächsten Tag wurde die Aufmerksamkeit während ihrer Arbeit überprüft. Im Vergleich zur Placebo Gruppe sollen 10g-15g Tyrosin zwei mal am Tag helfen, die mentale Aufmerksamkeit um 2 Stunden zu erhöhen.
Ähnliche Ergebnisse wurden bei einer weiteren Studie mit Kadetten festgestellt. Hierbei erhielten die Teilnehmer 2g Tyorsin am Tag. Dabei wurden die Kadetten physischem und psycholigischem Stress ausgesetzt.

Eine Pilot Studie mit 9 Personen soll gezeigt haben, dass Tyrosin auch bei Depressionen helfen kann. Jedoch war diese Studie deutlich zu klein, um zuverlässige Ergebnisse zu liefern. Bei einer größeren Studie mit 65 Personen konnten keine positiven Ergebnisse geliefert werden.

 

Tyrosin und Phenylketonurie

L-Tyrosin-EntspannungTyrosin wird häufig in Proteinen Nahrungsergänzungsmitteln verwendet um eine Krankheit zu behandeln, welche sich Phenylketonurie (PKU) nennt. Menschen die unter dieser Krankheit leiden, haben das Problem, dass sie Phenylalanin nicht richtig verarbeiten können. Aus diesem Grund können sie auch nicht Tyrosin herstellen. Dies ist eins der Gründe, weshalb es Nahrungsergänzungsmittel für Tyrosin gibt.

Folgen von Tyrosinmangel

Ein Mangel von L-Tyrosin kann Folgen haben. So kann sich das Hormon Norepinephrin ungehindert ausbilden. Norepinephrin ist für Lustlosigkeit und Depressionen verantwortlich. Ebenfalls wirkt sich großer Tyrosin Mangel negativ auf die Schilddrüsenfunktion aus.Es wird benötigt, verschiedene, für den menschen wichtige Hormone zu produzieren. Ein Mangel an L-Tyrosin macht sich außerdem bei großen Stresssituationen bemerkbar.

L-Tyrosin Dosierung

Sollte man unter Tyrosinmangel leiden, ist es sinnvoll Tyrosin als Nahrungsergänzungsmittel zu sich  zu nehmen. Es wird empfohlen ungefähr 500-2000 mg pro Tag zu sich zu nehmen, was ungefähr 1-3 Kapseln entspricht. Auch bei Sportlern soll eine Dosierung von 500-2000mg am Tag schon wirken. Jedoch zeigen Studien, dass bei Sportlern eine Dosierung von 100-150mg pro kg Körpergewicht am Tag die besten Ergebnisse zeigt.

Mindestens 30 Minuten vor dem Essen sollte man eine Kapsel einnehmen oder 30-60 Minuten vor einem akuten Stress wie z.B. Training. Sollten Sie zusätzlich noch die Vitamine B6 und B9 sowie Kupfer verwenden, hilft es dem Körper Tyrosin in wichtige Botenstoffe für das Gehirn umzuwandeln.

Sollte man höhere Dosierung zu sich nehmen und es allerdings zu Verdauungsproblemen kommen sollte, kann man eine Einnahme auch in zwei unterteilen. Einmal nach 30 Minuten und zum anderen Teil nach 60 Minuten vor z.B. dem Training.

Hier ein kurzes englischsprachiges Youtubevideo bezüglich L-Tyrosin:

L-Tyrosin Nebenwirkungen

L-Tyrosin gilt grundsätzlich als sicher. Nur bei einer starken Überdosierung wurden unter anderem ab und zu Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen sowie Sodbrennen festgestellt.

Da Tyrosin genutzt wird, um Thyroxin (einem Schilddrüsenhormon) herzustellen, kann es sein, dass der Thyroxinspiegel sich zu stark erhöht.  Dies könnte eine Schilddrüsenüberfunktion oder die Basedow’sche Krankheit verschlimmern. Sollten Sie unter eins der eben gelisteten Krankheiten leiden, sollten Sie keine Tyrosin Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Krebspatienten sollten auf eine Einnahme von L-Tyrosin verzichten, da manche Krebsarten Tyrosin zum Wachstum benötigen.

Auch bei hohem Dopamingehalt oder Schizophrenie sollte eine Einnahme von Tyrosin vermieden werden.
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